© K&K Medien, Gera 2020
Exoten in Gera

Chamaerops humilis

(Zwergpalme)

Die Chamaerops humilis oder Zwergpalme ist eine recht robuste eher gedrungene, horstbildente Fächerpalme die im Mittelmeerraum beheimatet ist. Der Stamm ist wie bei der sehr ähnlich wirkenden Hanfpalme mit braunen Fasern bedeckt. Die Blätter sind dunkelgrün, sehr steif und unterseits meist silbrig dekorativ ausgeprägt. Die Blattstiele sind schlank und bedornt! Meist bleibt die Zwergpalme kleinbuschig bis mittelgross, kann aber bei ausreichend Wasser und Nährstoffversorgung ungestört bis zu 5 Metern Höhe erreichen. Schon als junge Pflanzen bilden sie an der Basis ihres Stammes Seitentriebe, die zur buschigen Gesamterscheinung führt. Überhaupt wirken die Pflanzen sehr variabel. Egal ob im Kübel oder ausgepflanzt, sie gibt dem mediterranen Garten die richtige Note. Sie verbreitet südliches Flair und ist aufgrund ihrer kompakten Größe auch für kleine Gärten und Terrassen  geeignet. Sie sollte im Sommer warm, sonnig, mäßig bewässert, aber trocken wie kühl im Winter stehen, Als Kübelpflanze im Winter so lange wie möglich draußen an einem geschützten Ort stehen lassen. Einräumen spätestens, wenn Dauerfrost droht oder Nachttemperaturen unter -5°C vorausgesagt werden. Meine Kübelpflanzen muss ich notgedrungen ziemlich dunkel überwintern, mit Temperaturen knapp über 0°C, bis jetzt hatte ich keinerlei  Ausfälle. Als Zimmerpflanze ist diese Palme auf Dauer kaum geeignet, häufig stellen sich Schildläuse ein. In Deutschland bleibt das Auspflanzen selbst in Weinbauregionen immer ein Risiko. Nach meiner Erfahrung ist bei Temperaturen von unter -8°C. mit ersten Schäden zu rechnen. Natürlich trotzen große, kräftige und etablierte Zwergpalmen unsere Winter besser  als wie kleinere Pflanzen aus einer Gewächshauszucht. Die viel nachgesagten -13°C Frosthärte kann ich so nicht bestätigen. Die geschädigten Pflanzen erholen sich eher schlecht. Abgestorbene Pflanzen treiben zwar meist vom unterem Stammansatz wieder aus, aber es kann Jahre  dauern, bis die gesamte Blattmasse wieder ersetzt wird. Im Garten ausgepflanzte Exemplare werden bei mir ab November mittels Regenschutz überdacht. damit der Stammansatz und Wedel vor Niederschlägen geschützt sind. Die Seiten bleiben offen, damit für Belüftung gesorgt ist. Vor Einsetzen des Frostperiode  werden die Wedel nach oben zusammengebunden und locker mit Vlies eingehüllt. Hierbei ist  wegen den Dornen an den Blattstielen Vorsicht geboten, Wickelstreifen aus Vlies oder Plastik rutschen beim hochbinden besser über die Blattstiele. Unter -6°C wird ein dicker Filz und Luftpolsterfoliensack drübergezogen, und mittels Petroleumlampe beheizt. Da hier jedoch nur ein geringer Luftaustausch stattfindet, sollte man die Zeitspanne nicht ewig ausdehnen (ab und zu lüften). Auf Grund ihres moderaten Wuchses, kann man die Zwergpalme über längere Zeit bequemer schützen, denn die Schutzbebauung wägst einen nicht zu schnell über den Kopf wie bei den Trachys. Die Chamaerops humilis liebt kräftigen, lockeren mineralischen Boden, wobei ich immer Lehm und Sand untermische. In Topfkultur kann  nach gut durchdringender Bewässerung im Sommer leicht gedüngt werden. Das überschüssige Wasser im Topfuntersetzer wird an heißen Tagen gern aufgesogen. Freilandexemplare müssen nicht zwingend gedüngt werden, aber in warmen trockenen Sommern fördert Wasser und Dünger das Wachstum. Das Umpflanzen von Zwerpalmen ist ein etwas schwieriges Unternehmen, denn sie haben ein krätiges und umfangreiches Wurzelsystem. Wenn es doch sein muss, dann wenn möglich kleinere Palmen mit großem Wurzelballen von Mai bis Juni umsetzen. Wenn das Substrat eventuell von den Wurzeln abbröckelt, dann mit Vlies oder Ähnlichem umwinkeln. Bei Umpflanzerfolg muss mit Wachstumsverzögerung gerechnet werden. Mir sind 2 Unterarten von der Ch. bekannt, welche ich zu meinem Pfleglingen zähle. Die Chamaerops humilis var. Cerifera / Blaue Zwergpalme ähnelt in Aufbau und Struktur sehr ihrer grünen Schwester. Sie wirkt etwas kleiner, kompakter und wächst langsamer, ihre Wedel zeigen eine wunderschöne blaugraue Farbe. Diese Palme benötigt zum guten Gedeihen einen sonnigen, heißen und regengeschützten Standort. Meine etablierte Pflanze hat bei trockener Haltung, erst  bei -9 °C. leichte Blattschäden gezeigt. Dann gibt es noch die Cham. humliis „vulcano“, welche gedrungen mit harten ledrigen Blättern an eine Miniaturpalme erinnert. Die sehr windfeste, wunderschöne Vulkanopalme wird von mir genauso wie ihre große Schwester kultiviert. Ihr Wachstum ist aber etwas langsamer. Alle Chamaeropsvaritäten blühen eigentlich schon als jungen Pflanzen. Die Blütenstände sind relativ kurz und kompakt, wobei die männlichen gelb sind, und die weiblichen sich grüner zeigen. Da ich nur männliche Pflanzen besitze ist Fruchtansatz nicht möglich. Mein Fazit ist, diese europ. Palmenart ist ein Muss für den mediterranen Garten und eines Exotengärtners.
Uwe Karczmarczyk & Jana Kressner • Walter-Gerber-Str. 61 • 07551 Gera Tel: 03 65 / 48 69 256 • Mobil: 01 70 / 77 03 673 •E-Mail: info@exoten-gera.de
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Chamaerops humilis

(Zwergpalme)

Die Chamaerops humilis oder Zwergpalme ist eine recht robuste eher gedrungene, horstbildente Fächerpalme die im Mittelmeerraum beheimatet ist. Der Stamm ist wie bei der sehr ähnlich wirkenden Hanfpalme mit braunen Fasern bedeckt. Die Blätter sind dunkelgrün, sehr steif und unterseits meist silbrig dekorativ ausgeprägt. Die Blattstiele sind schlank und bedornt! Meist bleibt die Zwergpalme kleinbuschig bis mittelgross, kann aber bei ausreichend Wasser und Nährstoffversorgung ungestört bis zu 5 Metern Höhe erreichen. Schon als junge Pflanzen bilden sie an der Basis ihres Stammes Seitentriebe, die zur buschigen Gesamterscheinung führt. Überhaupt wirken die Pflanzen sehr variabel. Egal ob im Kübel oder ausgepflanzt, sie gibt dem mediterranen Garten die richtige Note. Sie verbreitet südliches Flair und ist aufgrund ihrer kompakten Größe auch für kleine Gärten und Terrassen  geeignet. Sie sollte im Sommer warm, sonnig, mäßig bewässert, aber trocken wie kühl im Winter stehen, Als Kübelpflanze im Winter so lange wie möglich draußen an einem geschützten Ort stehen lassen. Einräumen spätestens, wenn Dauerfrost droht oder Nachttemperaturen unter -5°C vorausgesagt werden. Meine Kübelpflanzen muss ich notgedrungen ziemlich dunkel überwintern, mit Temperaturen knapp über 0°C, bis jetzt hatte ich keinerlei  Ausfälle. Als Zimmerpflanze ist diese Palme auf Dauer kaum geeignet, häufig stellen sich Schildläuse ein. In Deutschland bleibt das Auspflanzen selbst in Weinbauregionen immer ein Risiko. Nach meiner Erfahrung ist bei Temperaturen von unter -8°C. mit ersten Schäden zu rechnen. Natürlich trotzen große, kräftige und etablierte Zwergpalmen unsere Winter besser  als wie kleinere Pflanzen aus einer Gewächshauszucht. Die viel nachgesagten -13°C Frosthärte kann ich so nicht bestätigen. Die geschädigten Pflanzen erholen sich eher schlecht. Abgestorbene Pflanzen treiben zwar meist vom unterem Stammansatz wieder aus, aber es kann Jahre  dauern, bis die gesamte Blattmasse wieder ersetzt wird. Im Garten ausgepflanzte Exemplare werden bei mir ab November mittels Regenschutz überdacht. damit der Stammansatz und Wedel vor Niederschlägen geschützt sind. Die Seiten bleiben offen, damit für Belüftung gesorgt ist. Vor Einsetzen des Frostperiode  werden die Wedel nach oben zusammengebunden und locker mit Vlies eingehüllt. Hierbei ist  wegen den Dornen an den Blattstielen Vorsicht geboten, Wickelstreifen aus Vlies oder Plastik rutschen beim hochbinden besser über die Blattstiele. Unter -6°C wird ein dicker Filz und Luftpolsterfoliensack drübergezogen, und mittels Petroleumlampe beheizt. Da hier jedoch nur ein geringer Luftaustausch stattfindet, sollte man die Zeitspanne nicht ewig ausdehnen (ab und zu lüften). Auf Grund ihres moderaten Wuchses, kann man die Zwergpalme über längere Zeit bequemer schützen, denn die Schutzbebauung wägst einen nicht zu schnell über den Kopf wie bei den Trachys. Die Chamaerops humilis liebt kräftigen, lockeren mineralischen Boden, wobei ich immer Lehm und Sand untermische. In Topfkultur kann  nach gut durchdringender Bewässerung im Sommer leicht gedüngt werden. Das überschüssige Wasser im Topfuntersetzer wird an heißen Tagen gern aufgesogen. Freilandexemplare müssen nicht zwingend gedüngt werden, aber in warmen trockenen Sommern fördert Wasser und Dünger das Wachstum. Das Umpflanzen von Zwerpalmen ist ein etwas schwieriges Unternehmen, denn sie haben ein krätiges und umfangreiches Wurzelsystem. Wenn es doch sein muss, dann wenn möglich kleinere Palmen mit großem Wurzelballen von Mai bis Juni umsetzen. Wenn das Substrat eventuell von den Wurzeln abbröckelt, dann mit Vlies oder Ähnlichem umwinkeln. Bei Umpflanzerfolg muss mit Wachstumsverzögerung gerechnet werden. Mir sind 2 Unterarten von der Ch. bekannt, welche ich zu meinem Pfleglingen zähle. Die Chamaerops humilis var. Cerifera / Blaue Zwergpalme ähnelt in Aufbau und Struktur sehr ihrer grünen Schwester. Sie wirkt etwas kleiner, kompakter und wächst langsamer, ihre Wedel zeigen eine wunderschöne blaugraue Farbe. Diese Palme benötigt zum guten Gedeihen einen sonnigen, heißen und regengeschützten Standort. Meine etablierte Pflanze hat bei trockener Haltung, erst  bei -9 °C. leichte Blattschäden gezeigt. Dann gibt es noch die Cham. humliis „vulcano“, welche gedrungen mit harten ledrigen Blättern an eine Miniaturpalme erinnert. Die sehr windfeste, wunderschöne Vulkanopalme wird von mir genauso wie ihre große Schwester kultiviert. Ihr Wachstum ist aber etwas langsamer. Alle Chamaeropsvaritäten blühen eigentlich schon als jungen Pflanzen. Die Blütenstände sind relativ kurz und kompakt, wobei die männlichen gelb sind, und die weiblichen sich grüner zeigen. Da ich nur männliche Pflanzen besitze ist Fruchtansatz nicht möglich. Mein Fazit ist, diese europ. Palmenart ist ein Muss für den mediterranen Garten und eines Exotengärtners.